Rufus heißt Sie und Brenwir herzlich willkommen. Überall an den Wänden türmen sich Regale mit Weinflaschen und Fässern, in der Luft hängt ein betörender Duft, und einige Corwicker haben an einem kleinen Tisch Platz genommen, wo sie sich dem Kartenspiel und dem edlen Tropfen hingeben. Brenwir zieht es gleich zur Theke, und Sie folgen ihm.
Rufus' fragenden Blick beantwortet der Spielmann mit der Bitte um eine Weinprobe und legt zwei Goldstücke auf den Tresen: "Dann tisch mal auf, Freund Wirt! Wir wollen Bekanntschaft machen mit den Geheimnissen deines Weinkellers."
Da kennt Rufus kein Zaudern und mit Kennerblick zaubert er verschiedenste Flaschen Wein auf die Theke. Genüßlich lesen Sie die handgemalten Etiketten vor Ihnen stehen einige der edelsten Rebensäfte Aventuriens - und noch genüßlicher verkosten Sie die edlen Weine. Zur Einstimmung kredenzt Rufus einen weißen Gratenfelser Zungenpelzer - ausgesprochen würzig in Duft und Geschmack, stilvoll rund auf der Zunge und nachhaltig fest im Abgang, wie Ihnen Rufus erklärt und wovon Sie sich selbst überzeugen können. Anschließend schenkt der Wirt einen trockenen Roten aus dem Eisenwald ein mit leichtem Salzgeschmack, kräftigem Biß auf der Zunge und weiniger Fülle - schlichtweg ein Genuß! Es folgt ein roter Tropfen aus der Corwicker Furminttraube, mit einem Duft nach Rosenblättern und leichtem Apfelgeschmack alles in allem sehr gefällig, reichhaltig und charmant in seiner Süßlichkeit...
Zum Abschluß der Weinprobe steigt Rufus jedoch eigens in den Keller und holt unter geheimnisvollen Andeutungen eine verstaubte Flasche hervor. Mit beschwörenden Gesten schenkt er ein und flüstert Ihnen leise zu, gleich so, als fürchte er, belauscht zu werden, daß dies einer der besten Weine der bekannten Welt sei: ein Schloß Ogerschreck aus dem Yaquirtal. Rufus gerät ins Schwärmen, als er von dem "unnachahmlichen Bukett", der "hinreißenden Finesse" dieses Tropfens spricht, der "voll Andacht genossen werden will, da sich sein wahrhaft tiefer Geschmack erst auf der Zunge entfaltet".
Als Sie trinken, hängen Rufus Augen an Ihren Lippen, und seinem "Elegant! Nicht wahr, schlichtweg elegant? Wie die Gestalt einer schönen Frau, wie der Gang eines edlen Rosses?!" können Sie einfach nicht widersprechen. Brenwir läßt sich in den blumigsten Worten über die Qualität dieses Weines aus, und Sie lassen Rufus in der festen Gewißheit zurück, soeben zwei einfache Sterbliche zu echten Weinkennern geformt zu haben.
Wenn Sie nicht schon von dorther kommen, reizt es Sie nun vielleicht, den Dorfplatz aufzusuchen, wo die Kinder im Schnee spielen (70), oder zu der bachabwärts gelegenen Mühle zu wandern (76). Direkt neben dem Mühlbach, unweit des Dorfplatzes, haben Sie aber auch eine gemütliche Sitzbank ausgemacht, auf der man die edlen Weine gewißlich gut verdauen könnte (30)...