Der Freiherr mustert Brenwir kalt, dann blickt er über die versammelten Klosterbewohner. "Dieser Mann", verkündet er laut, "hat gegen die Grundsätze des Ordens aufbegehrt, wie sein Vater zuvor. Und um sich für dessen rechtmäßige Verurteilung zu rächen, wollte er dieses Kloster bestehlen! Dank Praios Wachsamkeit ist dies mißlungen, die Priester von Arras de Mott setzten den Ketzer fest, bis ein Urteil über ihn gefällt werden konnte. Heute nun wird dies geschehen! Dazu werde ich in meiner Eigenschaft als Gesandter Hochkommissar der Inquisition ein Tribunal ernennen." Gespannte Stille erfüllt den Saal.
"Ihr, Hoher Lehrmeister Nicola de Mott, seid der Sprecher des Tribunals. Zu Euer Rechten Hand ernenne ich Bruder Rochus, den Hüter der Schriften, und zu Euer Linken Hand Bruder Baldur, den Hüter der Schreiber. Hört die Anklage und fällt dann das gerechte Urteil!" Die drei Priester erheben sich schweigend. Besonders der alte Bibliothekar ist über seine Wahl offenbar nicht ganz glücklich, doch auch der Hohe Lehrmeister wirkt einen kurzen Moment lang recht betreten...
Der Hochkommissar Arbas Jondrean von Berglund fährt nach kurzer Pause fort: "Der hier kniende Geweihte vom Orden des Heiligen Hüters hat die Grundsätze dieser Glaubensgemeinschaft tief verletzt. Er hat in Frage gestellt, was niedergeschrieben und bewiesen steht in den Offenbarungen der Schlange. Er wagte es wie sein Vater anzuzweifeln, was der Sonnengott seinen Gläubigen vermacht hat, und lästerte Praios..."
"Das ist nicht wahr!" gellt Brenwirs Stimme. "Lüge! Ich habe Beweise... hier in diesen Mauern gibt..." "Schweig! Elender Ketzer!" brüllt der Inquisitor. Hart reißen die Wachen Brenwir zu Boden. Sie beißen sich auf die Lippen. Was ist das für ein Orden, in dem so menschenverächtlich vorgegangen wird? Und irgendetwas wollte Brenwir sagen. Aber was...? Sie fühlen sich so hilflos angesichts der vielen Wachen, den Mönchen und dem Gesinde, die offenbar alle von Brenwirs Schuld überzeugt sind. Warum haben Sie Zweifel? Wieder haben Sie das Gefühl, daß eine schnelle Abreise das Beste wäre, um ungeschoren aus der Sache herauszukommen.
Geben Sie dem Drängen Ihres Gefühls nach (106) oder verfolgen Sie den Prozeß weiter (199)?