Auf dem Dorfplatz empfängt Sie eine Szenerie, die Sie wohl noch in mancherlei Träumen verfolgen wird: In der Mitte des Platzes verteilen drei Mönche dampfende Suppe an die zerlumpten Gestalten, die sich gierig um den riesigen Kessel scharen. Ein vierter Mönch wartet mit einer Peitsche neben seinen Ordensbrüdern, und immer wenn es zu Unruhen kommt oder sich ein Dorfbewohner vordrängeln will, läßt er die neunschwänzige Peitsche gnadenlos über die Menge pfeifen - wobei es ihm egal ist, ob er nun die Schuldigen trifft oder nicht. Auch kleine Kinder und Mütter mit Säuglingen im Arm können Sie erkennen, doch die Stärkeren stoßen sie achtlos zur Seite.
Sie sind zutiefst erschüttert und beginnen, sich zu schämen. Sie schämen sich Ihres warmen Umhanges, Sie schämen sich Ihrer pelzgefütterten Stiefel, vor allem aber Ihres gefüllten Magens und Ihrer prallen Geldbörse... Kopfschüttelnd fragen Sie sich, wie so viel Elend im Schatten des reichen Klosters entstehen kann.
Sie wenden sich ab, um das Dorf zu verlassen (65) ...