Abschnitt 89

Ungeduldig warten Sie im Torbogen zwischen den Schlafsälen und der Bethalle, in ständiger Angst, von einem der Hüter bei Ihren Nachforschungen beobachtet zu werden. Nach einer halben Ewigkeit, als Sie sich gerade zum Gehen wenden wollen, kommt der Küchengehilfe Erkbert, mit einer schmutzigen Decke vor der Kälte geschützt, auf Sie zugeeilt. Er macht einen nervösen und unsicheren Eindruck und beantwortet Ihre Fragen nur zögernd.

"Was kannst du mir über die Novizen berichten, mein Freund? Wie viele gibt es auf der Feste?" fragen Sie ruhiger Stimme und hoffen, mit solchen unverfänglichen Fragen schneller sein Vertrauen zu gewinnen. Aber erst nach ein paar Silberstücken beginnt Erkbert zu plaudern. Er berichtet, daß Arras de Mott nicht ganz zwei Dutzend Novizen aus vielen Ländern beherbergt; fast alle scheinen aus guten Elternhäusern zu stammen . Leicht zu erkennen seien die Novizen an ihren schlichten rotbraunen Kutten, die sie deutlich von den höhergestellten Mönchen und Hütern unterscheiden würden. Mit Feuereifer verstrickt sich Erkbert in wirre Erzählungen von Alltagsabenteuern der Novizen und je mehr er spricht, desto gelöster wird er. Jetzt halten Sie den Zeitpunkt für gekommen, das Wagnis einzugehen und Erkbert nach Ihrem Freund Brenwir zu befragen (162).