Doch Ihre schlechte Laune ist wie weggeblasen, als Sie aus dem Speisesaal plötzlich eine vertraute Stimme vernehmen: Brenwir befindet sich gerade im Gespräch mit einem Knecht, der eine stattliche Käseplatte auftischt, und lacht Sie fröhlich an, als Sie eintreten. "Praios zum Gruße, Freund!" ruft er Ihnen augenzwinkernd zu. "Setz dich zu mir und lang zu! Zuerst den Schafskäse?"
Tja, Schafskäse, wer kann da widerstehen... Die merkwürdige Laune, die der Spielmann heute morgen an den Tag legte, hat sich in Luft aufgelöst - neben Ihnen sitzt wieder der fröhliche, stets zu Scherzen aufgelegte Brenwir, wie Sie ihn kennen. Obwohl Ihr Freund Fragen nach seinem Verbleib ausweicht, sind Sie erleichtert, ihn wiederzusehen. Und als er nach dem Mahl seine Laute hervorholt und die siebte Strophe seines Liedes vorträgt, die ihm während des Tages eingefallen ist, haben Sie dem Gefährten seine morgendliche Eigenwilligkeit endgültig verziehen
"So gan er in ein klosterlin
zu denken an daz magedin.
Er dacht ein lied, ein altiu maer,
braht anderiu liut daz leit gar ser."
Das Gesinde lauscht gebannt den fremden, schwer verständlichen Versen, und einigen Mägden zuliebe spielt Brenwir anschließend noch die bekannte Weise "Oh Kuslik, du Perle des Westens", bevor die Tafel aufgehoben wird. Gemeinsam schlendern Sie beide hinter den Gebäuden die Umfassungsmauer entlang, stemmen sich hoch und betrachten Berge und Wetter. Nachdem Sie sich über die Erlebnisse des Tages ausgetauscht und die für morgen geplante Abreise besprochen haben, begeben Sie sich fröstelnd in Ihre Kammer und legen sich zur Ruhe.
An die nächtlichen Geräusche der Mönche haben Sie sich gewöhnt, und bald schlummern Sie in Borons Armen... Aber der Schlaf ist nicht von Dauer, denn Geräusche stören Ihre süßen Träume und lassen Sie sich unruhig von einer Seite auf die andere wälzen. Nein, diesmal wollen Sie sich durch den nächtlichen Hokuspokus nicht den Schlaf rauben lassen (38). Doch das wird wohl kaum gelingen, schätzen Sie und beschließen noch halb im Traum aufzuschauen (45).