Abschnitt 6

Tatsächlich finden Sie noch einige Stunden Schlaf, und als Sie aufwachen, brennen Sie darauf, die Corwicker nach dem Geschehen der letzten Nacht zu befragen. Diesmal werden sie Ihnen Rede und Antwort stehen müssen - denn daß über dieser friedvollen Dorfidylle eine dunkle Wolke hängt, dessen sind Sie sich nun gewiß! Eilig teilen Sie Ihrem Gefährten die nächtlichen Beobachtungen mit, und Sie haben Mühe, ihm auszureden, daß all das nur ein böser Traum war. Gemeinsam stürmen Sie die Treppe hinunter und schreiten schnurstracks auf Waldemar zu, der Sie freundlich anlächelt: "Hallo, die edlen Wanderer! Gut geruht? Das Morgenmahl ist schon gerichtet!"

Geflissentlich ignorieren Sie den höflichen Morgengruß und beginnen statt dessen zu erzählen, was Sie gesehen haben, um mit den Worten zu enden: "So, mein Freund! Nun will ich wissen, was hier gespielt wird! Was verschweigt ihr? Was stimmt nicht mit diesem Ort? Heraus mit der Sprache!"

Waldemar kann sein Unbehagen kaum verbergen. Auch Heidrun, die gerade einige Gedecke auf die Tische stellt, sowie ein Bauer des Ortes, der an der Theke steht, senken betroffen die Köpfe. "Nun ja", beginnt Waldemar, "ich weiß wirklich nicht..." doch da platzt Ihnen der Kragen! Sie packen den Wirt am Arm und zerren ihn ins Freie, in Richtung Dorfplatz. Dort fegen einige Frauen Schnee beiseite, und als Sie näher stürmen, erkennen Sie, daß sie in Wahrheit riesige Fußabdrücke verwischen! Sie reißen einer Frau den Besen aus der Hand und deuten mit triumphierendem Grinsen auf den Abdruck, der wenngleich zur Hälfte bereits verwischt immer noch über einen halben Schritt mißt und nur von einem wahrhaftigen Riesen stammen kann.

Waldemar ist sichtlich zerknirscht. "Nun gut, ich erzähle Euch die Geschichte. Kommt zurück in die Wirtsstube!" Seufzend setzt er sich in Bewegung und deutet einigen Umstehenden an, die Dorfbewohner zusammenzurufen. Brenwir klopft Ihnen anerkennend auf die Schulter, und mit zufriedenem Lächeln betreten Sie die Wirtsstube (15).