Abschnitt 41

Als die Morgendämmerung durch die Ritzen der Fensterläden dringt, erheben Sie sich wieder und schütteln die unruhigen Gedanken der Nacht ab. Mit Verwunderung nehmen Sie wahr, daß Brenwir nicht auf seiner Pritsche liegt. Auch seine Laute und seine Satteltaschen können Sie nirgends entdecken. Was hat das wieder zu bedeuten?

Sie öffnen die Fensterläden und blicken hinunter auf den Hof. Auch dort können Sie Ihren Freund nicht erblicken, nur die Ordensbrüder und Bediensteten, die ihren morgendlichen Aufgaben nachgehen. In einem Fenster des Dormitoriums der Mönche, Ihnen schräg gegenüber, erkennen Sie Nicola de Mott, den Hohen Lehrmeister. Soeben läßt er einen weißen Botenfalken fliegen, einem unbekannten Ziel entgegen, und auf dem Hof besiegelt jener tolpatschige Tierhändler, der Ihnen beim gestrigen Mittagsmahl aufgefallen war, per Handschlag einen Handel mit dem Proviantmeister.

Während er mit seiner kleinen Herde das Kloster verläßt, schleppen etliche Mönche Milchkannen in den Bergfried, vermutlich in die Tiefen der Käserei. Knechte treiben Hühner zusammen, von kichernden Mägden beobachtet. Von Westen her ziehen Dampfschwaden an Ihnen vorbei, vermutlich aus dem Badehaus der Brüder, doch nirgends können Sie den Bänkelsänger ausmachen. Wo ist er bloß geblieben? Wo sind seine Habseligkeiten? Ist er vielleicht ohne Sie abgereist?

Sie könnten sich auf den Innenhof begeben, um einige Mönche zu befragen (51), oder nachsehen, ob die gute Ella noch an ihrem Platz ist (59).