Abschnitt 37

Hinter dem Torturm beginnt eine Allee, die genau auf die gewölbte Ostwand der Tempelhalle zuläuft, welche sich majestätisch in die Dunkelheit reckt und deren Turm förmlich in der Luft zu schweben scheint. Sie können die Schönheit nur erahnen, die dieser gottesgefällige Bau bei Sonnenschein ausstrahlen muß! Zu Ihrer Rechten erkennen Sie einige Kräuter- und Gemüsegärten, und eine weitere Allee führt in diese Richtung um die Kuppel des Tempels herum.

Der Mönch geleitet Sie jedoch nach links, wo der Weg an einigen Schuppen, vermutlich Werkstätten, entlangführt und schließlich in eine Gartenanlage mündet. Knorrige Obstbäume säumen die schneebedeckten quadratischen Wiesenflächen. Als Sie den Kopf nach links wenden, blicken Sie auf die schroffe Wand des Bergfrieds, in die eine doppelflügige Pforte eingelassen ist.

Schließlich verlassen Sie die Gartenanlage und schreiten über den mindestens hundert Schritt breiten Hof der Ordensburg. An der südlichen Ringmauer erkennen Sie zwei Ställe und jene beiden Gebäude, die als einzige mehrgeschossig sind und deren Dächer Sie schon von der Sohle des Bergtales aus sehen konnten. Nordwestlich liegen einige langgezogene Gebäude, und ein Bogengang scheint dort in einen Nebenhof zu führen.

Der Mönch geht zunächst auf den kleineren der beiden Ställe zu, in dem Pferde und Zugtiere untergebracht sind, und weist Brenwir, nachdem dieser Laute und Satteltaschen an sich genommen hat, einen Platz für Ella zu. Anschließend folgen Sie und der Spielmann dem Alten in das westliche der beiden mehrgeschossigen Häuser. Dort befinden sich im zweiten Stock, über der klostereigenen Brauerei, die Schlafstätten der Gäste und Pilger, wo Sie eine karge Kammer mit Fenster zum Hof zugeteilt bekommen. Sodann verabschiedet sich Bruder Horatius, und Sie kriechen unter die rauhen, wolligen Decken Ihrer Pritschen (46)...