Ein Raunen geht durch die Anwesenden, als Sie den Hohen Lehrmeister unterbrechen, der gerade das Urteil verkünden will. "Ehrwürdiger Hochkommissar der Kaiserlichen Inquisition", verkünden Sie mit lauter Stimme, "Ich halte hier den Beweis in den Händen, daß dieser Mann" Sie deuten auf Brenwir, der Sie mit fassungslosem Staunen anblickt - "vollkommen im Recht ist mit seiner Behauptung! Hier, diese Rolle wird es Euch zeigen!"
Sie reichen dem Inquisitor das Schriftstück. "Ich fand sie in den Schatzkammern dieses Klosters, wo sie offenbar niemand zu Gesicht bekommen sollte!" Die Mönche und Novizen starren verwirrt und ungläubig auf den Hohen Lehrmeister, Nicola de Mott. Dieser erhebt sich und donnert mit hochrotem Kopf: "Lüge! Lüge! Du Ketzer, nichts als elende Lügen! Der Tod soll dich ereilen, du Ausgeburt des Namenlosen..."
"Haltet ein!" befiehlt der Inquisitor scharf, "Der Hüter der Schriften mag dieses Dokument prüfen und uns den Inhalt vorlesen!" Wütend funkelt der Hohepriester den Freiherrn an: "Ihr wagt es..." "Ja, das tue ich", unterbricht ihn Arbas von Berglund kühl, "ich halte diese Schrift nämlich für sehr aufschlußreich!"
Knappe Roland reicht dem alten Hüter der Schriften das Dokument, welches dieser sorgfältig auseinanderrollt und langsam vorzulesen beginnt. Seine Worte erschüttern die Mönche und Novizen tief, Nicola de Mott wird kreidebleich und stammelt wirr vor sich hin der Bibliothekar Rochus liest einen Text vor, der wohl zu den Offenbarungen der Sonne gezählt werden muß... Obwohl Sie kaum die Hälfte der religiösen Verse verstehen, wird Ihnen bald die Bedeutung klar: Brenwirs Behauptung, der Gott selbst erlaube eine Verbreitung des Wissens, hat Bestand!
Als Bruder Rochus geendet hat, herrscht eisiges Schweigen. Hilflos blickt der Hohe Lehrmeister um sich. Schließlich erhebt sich erneut die Stimme von Hüter Rochus: "Als ältester Hüter des Klosters erkläre ich den hier Angeklagten für unschuldig. Der Hohe Lehrmeister Nicola de Mott aber muß sich vor einem Tribunal seines Ordens für die Irreführung der Glaubensbrüder verantworten. Bis dahin verliert er sein Amt." Der Hohepriester stöhnt leise auf und verläßt stumm den Saal... Kaum sind Brenwirs Ketten gelöst, da liegen Sie sich in den Armen. Freiherr Arbas von Berglund entschuldigt sich feierlich bei ihm, im Namen der Heiligen Inquisition, und nennt ihn einen Freien Mann.
Brenwir ist außer sich vor Glück über seine Rettung, doch am meisten genießt er die Verwirrung, die er unter den Gläubigen seines Ordens gestiftet hat. Sie brennen darauf, mehr über seine Vergangenheit zu erfahren, und drängen ihn, endlich alles zu erzählen... Sie erfahren von seinem unerschütterlichen Glauben an die Beteuerungen seines Vaters und von seinem Bestreben, diese zu beweisen. Lange Jahre habe er gesucht und geforscht, bis er von diesem Kloster hörte und erfahren habe, daß der endgültige Beweis für die Thesen seines hingerichteten Vaters hier versteckt gehalten würde. So habe er die Rolle aus Arras de Mott bergen und auf dem nächsten Ordenskonvent der Gemeinschaft des Heiligen Hüters seine Entdeckung offenbaren wollen. Daß er bei seinem Vorhaben ertappt worden war, hatte er seiner Unvorsichtigkeit zu verdanken, seine Rettung hingegen allein Ihrem Heldenmut - sind Sie es doch gewesen, der als einziger seinen Beteuerungen Glauben geschenkt hatte ohne Sie wäre das schändliche Geheimnis dieses Klosters niemals gelüftet worden!
Nach diesen Eröffnungen beschließen Sie, sich von all den Strapazen in der Brauerei zu erholen. Die übrigen Bewohner der Ordensburg scheinen auch am Abend noch wie gelähmt von den Ereignissen, die der heutige Tag ihnen brachte. Sie selbst jedoch taumeln glücklich beschwipst in Ihre Kammer und lesen nun "Das Ende des Abenteuers"...