Abschnitt 171

"In der Nacht bevor Ihr abgereist seid", berichtet Ida, "hörte eine Freundin von mir, die Magd Nina, aus dem Bergfried Lärm, wie als wenn Männer dort raufen würden. Nina hat gleich nachgesehen, aber in der Küche und dem Saal dahinter war niemand. Und die Geräusche kamen von unten, hat sie gesagt. Ich glaube, daß dort Gespenster am Werk sind!"

Ida zittert am ganzen Körper und schmiegt sich eng an Sie. "Was wollte Nina denn in der Nacht im Bergfried?" fragen Sie nach kurzer Pause.

"Sie... hatte ein Treffen dort, mit einem Mann", wispert Ida. "Mit wem?" haken Sie nach. Ida blickt zu Boden. Fest umschließen Sie ihre Hände und wiederholen: "Mit wem?"

"Mit einem Novizen namens Alwir. Er hat Ihr Geld geboten", flüstert Ida schließlich. "Sie..." will Ida noch etwas erläutern, aber Sie winken ab. "Jetzt geh, Ida, sonst wirst Du in der Kälte noch krank", beenden Sie das Gespräch.

Das Mädchen schaut Sie ein wenig enttäuscht an, dann läuft es durch den Schnee ins Nachbarhaus. Nachdenklich blicken Sie ihm einen Augenblick nach, ehe Sie wieder in Ihre Kammer zurückkehren, um den Rest der Nacht im Bett zu verbringen. Morgen wollen Sie sich um diesen Alwir bemühen, beschließen Sie, bevor Sie der Schlaf übermannt (99).