Schon nach einer Stunde sind Ihre schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. In Windeseile hat sich die Wolkenfront über den Finsterkamm geschoben, und durch die engen Schluchten pfeift ein mörderischer Wind. Es dauert nicht lange, und Sie finden sich in einem schrecklichen Schneesturm wieder. Verzweifelt zerren Sie Ihre Kleider fest um den Körper. Schon in der Luft wird der Schnee zu Eis, und prasselt Ihnen mit aller Wucht ins Gesicht. Keuchend stapfen Sie vorwärts, dicht hinter Ella, die Brenwir mühsam hinter sich her zieht. Der erste Schneesturm, ausgerechnet jetzt!
Es kommen Ihnen Schauergeschichten von verirrten Reisenden, die sich aus Hunger selbst zerfleischten, in den Sinn. Von der Idylle der Winterlandschaft, die Sie bislang so sehr genossen hatten, ist nichts mehr zu spüren... Weitere zwei Stunden kämpfen Sie sich über den Paß, wobei jeder Schritt eine Qual, jeder Atemzug schwerer wird. Am späten Nachmittag verliert das Unwetter etwas von seiner Heftigkeit, und Sie rufen Ihrem Freund zu, man solle eine kurze Rast einlegen. Doch im Sturmgeheul scheint er Sie nicht zu hören und stapft wortlos weiter.
Sie beschließen dennoch, für einen Moment stehenzubleiben und sich einen Schluck Brombeerschnaps zu genehmigen (24).
Oder fürchten Sie, den Gefährten aus den Augen zu verlieren, und eilen hastig weiter (35)?