Abschnitt 134

So leise wie möglich schleichen Sie weiter, bis die Treppe in einer kleinen Kammer endet. Eine Fackel erhellt den kühlen Raum, der nur einen kleinen Holztisch enthält, und den man durch eine breite Tür in der gegenüberliegenden Wand verlassen kann. 'Wer hat hier Licht gemacht?' ist Ihr erster Gedanke .

Sie atmen kräftig durch und greifen zur Waffe, dann stürmen Sie los. Sie reißen die Tür auf und stürzen in einen großen Raum. Ungläubig starren Sie auf die Schätze und Kostbarkeiten, die sich hier Ihrem Blick darbieten: Gold und Geschmeide, Vasen und Krüge, Porzellan und Kisten voll mit Münzen - das Kloster muß ungeheure Reichtümer angehäuft haben! Zwischen all diesen Dingen liegen Bücher und Tafeln, vorsichtig eingebettet in Samtkissen und in Vitrinen. Gerade wollen Sie mit der Suche nach dem von Brenwir erwähnten Schriftstück beginnen, da ertönt eine schneidende Stimme: "Ich habe Euch kommen hören!"

Sie fahren herum. Hinter einem Mauervorsprung tritt jener Mönch hervor, den Sie während der Verhandlung plötzlich vermißten: der Proviantmeister. In seinen Händen hält er einen langen Dolch. "Es gibt noch einen anderen Zugang zu diesen Kammern, den Ihr nicht gefunden habt", kichert er. "Schon als Ihr zurückgekehrt seid, habe ich Euch in Verdacht gehabt, mit dem Ketzer zusammenzuarbeiten. Und Eure Neugier... sie hat Euch endgültig verraten! Egidius war ein guter Beobachter. Und ich, Croenar, Stellvertreter de Motts, habe Euch jetzt vor mir!"

Langsam nähert sich der Mönch. "Euer Freund hat Euch belogen. Hier ist nichts, was seine Aussagen beweisen würde! Er ist bald tot, und Ihr seid es auch!"

"Nein!" brüllen Sie und stürzen wild auf den Priester los. Der Priester erwehrt sich mühsam Ihrer Hiebe. "Ihr könnt keinen Priester der Praios töten, Ihr seid irre!" kreischt er. Nun, Sie können es immerhin versuchen, und mit wenigen geschickten Schlägen strecken Sie Croenar zu Boden, wo er besinnungslos liegenbleibt (168) .